Keynote beim LevelX Camp: Innovation führen, Effizienz sichern – KI als strategischer Partner

13.03.2025

Meine Keynote beim LevelX Camp von HIMA himalaya lab – über Ambidextrie, Innovation und den Mut, KI wirklich strategisch zu nutzen.

Meine Keynote zu Innovation, Effizienz und Ambidextrie in der Ära von Künstlicher Intelligenz

Was ist die spannendste Frage rund um KI? Nicht, was sie kann – sondern, was Sie damit besser können als alle anderen. Wie gelingt es, in einer Welt rasanter technologischer Entwicklungen den Überblick zu behalten, Chancen strategisch zu nutzen und gleichzeitig die operative Exzellenz zu sichern?

In diesem Beitrag nehme ich Sie – am Beispiel meiner Keynote beim LevelX Camp von himalaya – dem Exploration Lab der HIMA Group – mit in die Praxis von Innovation Leadership im KI-Zeitalter. Ich zeige, wie Ambidextrie, Paradox Leadership und ein klarer Fokus auf Wertschöpfung helfen, KI nicht nur einzusetzen, sondern in bestehende Strukturen und Strategien sinnvoll zu integrieren.

Sie erfahren, warum die Kombination aus Stabilität und mutiger Exploration gerade in traditionellen Industrien ein Wettbewerbsvorteil ist, wie Führungskräfte ihre Impulse gezielt steuern können und welche Fragen Sie sich stellen sollten, um Ihr eigenes „AI Advantage“ zu definieren.

Warum habe ich beim LevelX Camp gesprochen – und worum ging es?

Beim LevelX Camp von himalaya – the Exploration Lab der HIMA Group kamen internationale Expert*innen aus aller Welt zusammen, um in einem Hackathon-ähnlichen Format an KI-getriebenen Innovationen für die Zukunft der Sicherheit zu arbeiten.
Ich wurde eingeladen, um in meiner Keynote „Rethinking Business: Leading Innovation and Efficiency in the Age of AI“ Impulse zu geben, wie Unternehmen im Spannungsfeld von Effizienz im Kerngeschäft und radikaler Innovation navigieren können.

Kern meiner Botschaft: Die spannendste Frage ist nicht „Was kann KI?“, sondern „Was können wir mit KI besser als alle anderen?“.
Denn wer KI einfach nur einsetzt, weil es „alle tun“, verpasst das Potenzial. Entscheidend ist, wie Technologie in den eigenen Kontext übersetzt wird – angepasst an die Stärken, das Know-how und die Kultur des Unternehmens.

Make the technology your own. Adapt it to your industry.“

Prof. Dr. Elena Krause-Söhner

Welche Schlüsselfragen müssen Unternehmen in der KI-Transformation beantworten?

Welche Kernfragen standen im Fokus?

Wer KI wirklich strategisch einsetzen will, muss zunächst die richtigen Fragen stellen – bevor überhaupt Tools oder Technologien ausgewählt werden. In meiner Keynote habe ich fünf Kernfragen formuliert, die jede Organisation für sich beantworten sollte:

Diese Fragen sind kein einmaliges To-do, sondern ein fortlaufender Reflexionsprozess – besonders in einer Technologie, die sich so dynamisch entwickelt wie KI.


Live on Stage

The most exciting question isn’t what AI can do – but what you can do better with AI than anyone else.“

Prof. Dr. Elena Krause-Söhner

Warum hinken Unternehmen oft hinterher, wenn es um KI geht?

KI entwickelt sich rasant – doch viele Unternehmen bewegen sich deutlich langsamer. Das liegt selten nur an fehlender Technologie, sondern oft an Strukturen, Prozessen und einer Unternehmenskultur, die nicht auf schnelle Iterationen und mutige Entscheidungen ausgelegt ist.

Der Grund: Die Einführung von KI bedeutet nicht einfach, neue Tools einzusetzen. Sie erfordert ein Umdenken – von der Art, wie Entscheidungen getroffen werden, bis hin zu Rollenbildern und Verantwortlichkeiten. Wer in alten Prozessen verharrt, verpasst die Gelegenheit, KI wirklich strategisch zu nutzen.

Live on Stage

Übrigens:

Dieses interaktive Format aus Impulsvortrag, Reflexionsübungen und Mini-Workshop biete ich auch für Unternehmen, Konferenzen und Führungskräftetrainings an – individuell zugeschnitten auf Zielgruppe und Anlass. Wer Führung nicht nur verstehen, sondern erleben will, bekommt hier beides: fundierte Inhalte und spürbare Veränderungsimpulse.

Wie können Unternehmen KI sinnvoll und wirksam einsetzen?

Im Paradox zwischen Effizienz und Innovation

Die zentrale Botschaft meiner Keynote beim LevelX Camp war klar:

KI ist kein Selbstzweck und keine Modeerscheinung, die man „irgendwie einbaut“. Der entscheidende Hebel liegt darin, wie Unternehmen ihr einzigartiges Branchenwissen mit den Möglichkeiten von KI kombinieren – und zwar so, dass daraus sowohl Effizienz im Kerngeschäft als auch zukunftsweisende Innovation entsteht.

Aus meinen Slides:

  • KI als strategischer Partner, nicht nur als Tool
  • Technologie an die eigene Industrie anpassen – statt blind zu übernehmen
  • Branchen-Know-how mit KI skalieren
  • Fokus auf Impact, nicht auf Hype

Das erfordert einen ambidextren KI-Ansatz:

  • Exploitation – Effizienz steigern, Prozesse optimieren, operative Exzellenz sichern
  • Exploration – mutig neue Ideen, Produkte und Märkte erschließen

Und genau das ist kein Balanceakt, sondern ein kontinuierliches Navigieren zwischen den Polen – je nachdem, was die aktuelle Situation erfordert.

Praktische Schritte, die ich im Vortrag empfohlen habe:

Klare Zielsetzung – Was soll KI im Unternehmen konkret verbessern oder ermöglichen?

Startpunkte identifizieren – Wo liegen die größten Hebel für Effizienz oder Innovation?

Technologie eigen machen – KI anpassen, statt nur Standardlösungen zu nutzen.

Interdisziplinäre Teams aufbauen – Expertise, KI-Entwicklerinnen und (Software-)Ingenieurinnen zusammenbringen.

Lernzyklen etablieren – Schnell testen, evaluieren, anpassen.

Richtig eingesetzt wird KI so zum Verstärker der eigenen Stärken – und zum Motor für künftige Wettbewerbsvorteile.


Mein Credo: Führung ist eine Aktivität, kein Titel

Mein Credo ist klar: Viele sprechen über Ambidextrie, Change Management oder Paradox Leadership auf einem sehr abstrakten Level. Entscheidend ist jedoch, welche konkreten Impulse eine Führungskraft tatsächlich setzt – und welche Wirkung diese in der Organisation entfalten.

Führung ist für mich eine Aktivität, kein Titel. Sie besteht darin, aufmerksam zu beobachten, was sich dynamisch in einer Organisation entwickelt, dieses Geschehen zu monitoren, zu reflektieren und bewusst zu steuern. Dabei wirken Menschen in formalen und informellen Führungsrollen zusammen: Sie greifen Impulse auf, interpretieren sie in ihrem Kontext und geben sie in angepasster Form in die Organisation zurück. So entsteht ein komplexes, lebendiges Zusammenspiel über mehrere Ebenen hinweg.

Live on Stage

Warum Impulse in der Führung oft paradox wirken

Impulse wirken häufig paradox. Starte ich montagmorgens mit dem Fokus auf die aktuellen Zahlen und der Aufgabe, Kostenabweichungen zu korrigieren, lenkt das die Energie klar in Richtung Effizienz und operative Exzellenz – also Exploitation. Lade ich stattdessen dazu ein, neue Geschäftsideen zu entwickeln, öffnet das den Raum für Exploration. Und wenn ich mein Team darüber hinaus ermutige, eigenständig zu entscheiden, welche Schritte sinnvoll sind, sprechen wir von Empowerment – der Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und Impulse selbst weiterzutragen.


Man navigiert dynamisch zwischen den Polen

Entscheidend ist dabei die Konfiguration: das jeweils passende Verhältnis aus explorativen und exploitativen Aktivitäten. Diese Konfiguration bewegt sich auf einem Kontinuum, das sich je nach Kontext, Marktumfeld und aktuellen Prioritäten verschiebt.

Mal kann es sinnvoll sein, stärker am explorativen Ende zu arbeiten – Neues zu erkunden, zu testen und zu entwickeln –, mal mehr am exploitativ geprägten Ende, um bestehende Strukturen zu optimieren und Effizienz zu steigern.

Die Kunst liegt darin, die Wirkung eigener Impulse zu erkennen und die Konfiguration so zu gestalten, dass sie den aktuellen organisationalen Anforderungen entspricht. Gerade dieses ständige Navigieren entlang des Kontinuums macht Führung im ambidextren Kontext so herausfordernd: zu verstehen, welcher Impuls im Moment am wirksamsten ist, um Fortschritt und Stabilität gleichzeitig voranzubringen.


Welche Rolle spielt einzigartiges Fachwissen in der KI-Strategie?

Und genau hier knüpft mein Beitrag im neuen Fachbuch an:

Die Frage, welche Impulse im richtigen Moment gesetzt werden, ist nicht nur zentral für ambidextre Führung, sondern auch für wirksames Change Management. In meinem Kapitel zeige ich, wie Führung als kollektive Aktivität funktioniert – und warum nachhaltige Veränderungen nur entstehen, wenn Impulse nicht allein von einer Person, sondern aus dem Zusammenspiel vieler Rollen in der Organisation kommen

Live on Stage

Was ist mein Fazit für Unternehmen im KI-Zeitalter?

Meine Keynote beim LevelX Camp hat mir wieder gezeigt: Der wahre Mehrwert von KI entsteht nicht durch blinden Aktionismus, sondern durch gezielte, strategische Entscheidungen. Unternehmen, die es schaffen, ihre Stärken klar zu benennen, KI an ihre Branche anzupassen und sowohl Effizienz als auch Innovation im Blick zu behalten, werden die Nase vorn haben.

Besonders eindrucksvoll war für mich der Abend der Pitches: Zu sehen, wie die Teams innerhalb kürzester Zeit aus Ideen funktionierende Prototypen entwickelt hatten, war der beste Beweis dafür, was möglich ist, wenn Expertise, Technologie und Umsetzungskraft zusammenkommen.

Genau diesen Ansatz übertrage ich auch in meine Arbeit mit Unternehmen: Ob auf Konferenzen, in Führungskräftetrainings oder in maßgeschneiderten Workshops – ich begleite Teams dabei, ihre individuellen Einsatzmöglichkeiten für KI zu erkennen und erfolgreich umzusetzen.
Der Fokus liegt immer auf zwei Fragen: Wie steigern wir die Effizienz im Kerngeschäft? und Wie schaffen wir Freiräume für zukunftsweisende Innovation?